Dresden: Elbflorenz

Dresden: Elbflorenz

Dresden: Das wahre Elbflorenz entdecken

Dresden, die stolze Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, trägt nicht ohne Grund den ehrwürdigen Beinamen „Elbflorenz“. Diese charmante Bezeichnung, die bereits im frühen 19. Jahrhundert vom Philosophen Johann Gottfried von Herder geprägt wurde, spielt auf die beeindruckenden Kunstsammlungen sowie die atemberaubende barocke und mediterran anmutende Architektur an, die sich majestätisch in den sanften Fluten der Elbe spiegelt. Dresden ist ein Meisterwerk der Wiederauferstehung und ein Mekka für Kunst-, Geschichts- und Architekturliebhaber aus aller Welt.

Die barocke Pracht: Zwinger, Frauenkirche und Semperoper

Ein Spaziergang durch die historische Altstadt gleicht einer Reise in die prunkvolle Zeit Augusts des Starken. Im Zentrum der architektonischen Bewunderung steht zweifellos der Dresdner Zwinger. Dieses Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des Spätbarocks in Europa. Ursprünglich als Orangerie und Festspielplatz des sächsischen Hofes konzipiert, beherbergt der Zwinger heute weltberühmte Museen wie die Gemäldegalerie Alte Meister, wo Raffaels berühmte „Sixtinische Madonna“ mit den ikonischen Engeln ihre Heimat hat.

Ein weiteres Wunder der Rekonstruktion ist die Dresdner Frauenkirche. Während der verheerenden Bombenangriffe im Februar 1945 fast vollständig zerstört, blieb sie jahrzehntelang als Mahnmal gegen den Krieg in Trümmern liegen. Nach der Wiedervereinigung wurde sie in einem beispiellosen architektonischen Kraftakt originalgetreu wiederaufgebaut und im Jahr 2005 neu geweiht. Heute thront ihre gewaltige Sandsteinkuppel wieder stolz über der Skyline.

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die weltberühmte Semperoper. Sie besticht nicht nur durch ihre prächtige Architektur im Stil der italienischen Hochrenaissance, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Akustik, die Opernfreunde tief bewegt.

Kulinarische Schätze Sachsens

Dresden wäre nicht Elbflorenz, gäbe es nicht auch kulinarische Kunstwerke zu entdecken. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist der Dresdner Christstollen, ein gehaltvolles Gebäck aus schwerem Hefeteig mit Rosinen, Butter, süßen und bitteren Mandeln sowie Orangeat und Zitronat. Seine Geschichte reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Das Original darf nur in und um Dresden von zertifizierten Bäckern hergestellt werden.

Doch Dresden hat noch eine weitere süße Verführung zu bieten: die Dresdner Eierschecke. Diese köstliche Kuchenspezialität besteht aus einem Boden aus Hefeteig, einer mittleren Schicht aus Quark und Vanillepudding und einer oberen, fluffigen Schicht aus Eigelb, Butter und aufgeschlagenem Eiweiß. Für Kaffeeliebhaber (oder “Kaffeesachsen”, wie die Einheimischen oft liebevoll genannt werden) ist ein Stück frisch gebackene Eierschecke in einem der traditionellen Kaffeehäuser am Altmarkt ein absolutes Muss.

Das grüne Herz an der Elbe

Neben all der hochkarätigen Architektur bietet Dresden auch eine unglaubliche Dichte an Grünflächen. Die weitläufigen Elbwiesen laden im Sommer zum Picknicken und Radfahren ein, während die nahe gelegenen Weinberge in Radebeul die Jahrhunderte alte sächsische Weinbautradition präsentieren. Hier gedeihen exzellente Müller-Thurgau- und Riesling-Weine, die man bei einer Fahrt auf einem der historischen Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt hervorragend genießen kann. Dresden ist wahrlich eine Stadt, in der #Kultur, Geschichte und Genuss eine perfekte Symbiose eingehen.

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