Roadtrip durch den Schwarzwald

Roadtrip durch den Schwarzwald

Roadtrip durch den Schwarzwald: Kurven, Kuckucksuhren und Kirschtorte

Es gibt nur wenige Regionen in #Deutschland, die so viel Mystik, Tradition und atemberaubende Natur in sich vereinen wie der Schwarzwald. Dieses ausgedehnte Mittelgebirge im Südwesten Baden-Württembergs ist weltberühmt für seine dichten, immergrünen Wälder, tiefen Schluchten, malerischen Fachwerkdörfer und natürlich für seine reiche Handwerks- und Kulinariktradition. Ein Roadtrip durch den Schwarzwald ist wie eine Fahrt durch die Seiten eines Gebrüder-Grimm-Märchens.

Die Schwarzwaldhochstraße: Eine Route für Genießer

Die perfekte Route beginnt oft in Baden-Baden, der eleganten Kurstadt, die schon von römischen Kaisern und russischen Zaren für ihre Thermalquellen geschätzt wurde. Von hier aus schlängelt sich die B500, besser bekannt als Schwarzwaldhochstraße, über 60 Kilometer bis nach Freudenstadt. Diese Panoramastraße zählt zu den ältesten und schönsten Ferienstraßen Deutschlands.

Unterwegs öffnen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke in das Rheintal und an klaren Tagen sogar bis zu den Vogesen in Frankreich. Ein absolutes Muss ist ein Stopp am geheimnisvollen Mummelsee, einem fast kreisrunden Karsee aus der Eiszeit, der umgeben von dichten Tannenwäldern auf über 1000 Metern Höhe liegt. Der Legende nach wird der tiefe, dunkle See von Nixen und einem Unterwasserkönig bewohnt.

Heimat der Kuckucksuhr: Triberg und die Handwerkskunst

Fährt man weiter Richtung Süden, erreicht man das Herzland der Schwarzwälder Handwerkskunst. Im Städtchen Triberg stürzen nicht nur die höchsten Wasserfälle Deutschlands schäumend über 163 Meter in die Tiefe, hier ist auch die Heimat der originalen Schwarzwälder Kuckucksuhr.

Seit dem 18. Jahrhundert werden diese mechanischen Wunderwerke in den dunklen Wintern von den Bauern auf den abgelegenen Höfen geschnitzt. Entlang der Deutschen Uhrenstraße kann man in Schramberg oder Furtwangen (wo sich das faszinierende Deutsche Uhrenmuseum befindet) tief in die Geschichte dieser filigranen Kunstfertigkeit eintauchen. In Schonach kann man sogar die größte Kuckucksuhr der Welt betreten, die die Größe eines kleinen Einfamilienhauses hat!

Kulinarische Ikone: Die Schwarzwälder Kirschtorte

Kein Roadtrip durch den Schwarzwald wäre komplett, ohne die regionale Küche zu probieren, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Berühmtheit erlangt hat. Der unbestrittene Star ist natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte. Erfunden vermutlich in den 1930er Jahren (wenn auch nicht zwingend im Schwarzwald selbst), verdankt sie ihren Namen dem wichtigsten Bestandteil: dem Schwarzwälder Kirschwasser, einem kräftigen Obstbrand aus regionalen Süßkirschen. Die Kombination aus fluffigem Schokoladenbiskuit, fruchtigen Kirschen, Bergen von Schlagsahne und knusprigen Schokoladenraspeln ist ein kulinarisches Meisterwerk.

Genauso legendär ist der Schwarzwälder Schinken. Dieser wird traditionell von Hand gepökelt, mit Knoblauch, Koriander, Pfeffer und Wacholder eingerieben und anschließend über feinem Tannen- und Fichtenholz aus dem Schwarzwald kalt geräuchert. Dadurch erhält er seine unverkennbare dunkle Farbe und sein kräftiges, rauchiges Aroma. Serviert auf einer Scheibe frischem Bauernbrot (“Vesper”) in einer gemütlichen Schwarzwaldstube, ist dies der perfekte Abschluss eines ereignisreichen Roadtrip-Tages.

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